Lewis Preis

Julia Gehringer gewinnt den C.S. Lewis-Preis 2018

Moers. Die Entscheidung ist gefallen: Den C.S. Lewis-Preis 2018 gewinnt Julia Gehringer mit ihrem Roman „Die Blutkönigin“.

Die Jury des C.S. Lewis-Preises verleiht hiermit die Auszeichnung an die 19-jährige Julia Gehringer, die mit ihrem Fantasy-Roman „Die Blutkönigin“ ganz in der Tradition des englischen Schriftstellers steht, der unter anderem in seinen „Chroniken von Narnia“ auf höchst unterhaltsame Weise christliche Themen behandelte.

Julia Gehringer erzählt in ihrem eingereichten Romanprojekt die Geschichte der Jugendlichen Bo, die anfangs gar nicht glauben mag, dass es tatsächlich unsichtbare Königreiche mit Drachen, bösen Herrscherinnen und verborgenen Widerstandsbewegungen gibt. Doch als ihr vermeintlicher Vorgesetzter Netanel sie in die Geheimgesellschaft Manawaroa entführt, wird sie mit einer erweiterten Wirklichkeit konfrontiert, die ihr Weltbild auf den Kopf stellt. Und plötzlich ist sie Teil eines unglaublichen Abenteuers – vor allem, als sie erkennt, dass man sehr genau wissen muss, woran man glaubt, wenn man die Welt(en) verändern möchte.

Christian Rendel (Autor, C.S. Lewis-Übersetzer und Jurymitglied) begründet die Entscheidung der Jury unter anderem mit dem mitreißenden Stil der jungen Autorin: „Julia Gehringer hat mich mit ihrer schieren Fabulierfreude und ihrem guten Ohr für eine kurzweilige Erzählsprache überzeugt. Sie entwirft Figuren, über die man gerne mehr erfahren möchte, und hat das Zeug, eine interessante und spannende Geschichte für junge Leser zu erzählen. Ich bin gespannt, wie es mit der Blutkönigin weitergeht."

Und Fabian Vogt (Schriftsteller, Theologe und Jurymitglied) betont zudem die Fähigkeit der der Autorin, in ihre Geschichte auf einladende Weise komplexe Lebensthemen einzuweben: „Julia Gehringer spürt kunstvoll der Frage nach, was es bedeutet, aus Leidenschaft und echter Überzeugung zu handeln. Damit greift sie die aktuelle Diskussion um ‚Haltung‘ auf und macht Lust ‚an etwas zu glauben‘.“ 

Auch die Tatsache, dass Julia Gehringer, die in Memmingen wohnt, seit Jahren Theater spielt, wird in ihren Texten erfahrbar: Sie erzählt bildhaft, denkt in starken Szenen und baut auf ausdruckstarke Dialoge. Wenn die Autorin ihr Projekt abgeschlossen hat, soll der Roman „Die Blutkönigin“ im Brendow Verlag veröffentlicht werden.

Julia Gehringer ist 1999 im Allgäu geboren. Seit ihre Deutsch-Hausaufgabe in der fünften Klasse sowohl den Zeit- als auch den vorgegebenen Seitenrahmen sprengte, schreibt sie eigene Geschichten und hat seither große Freude daran, in die Welt von Figuren einzutauchen und von ihnen zu erzählen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, den eigenen christlichen Glauben und Konflikte diesbezüglich in ihren Geschichten zu verweben. Außerdem ist sie leidenschaftliche Theaterschauspielerin. Im Rahmen eines in der Schultheatergruppe entworfenen Stückes entwickelte sich die Idee für ihr Manuskript. Die fremde Welt und das Potenzial, metaphorisch zu erzählen, hat sie fasziniert und motiviert, eine fantastische Geschichte zu schreiben.  

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