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„Sie weinen, wenn sie über Jesus sprechen. Ihre Liebe zu ihm kann ich beinahe greifen.“

Sieben Fragen an Christiane Ratz

 

1. Frau Ratz, erinnern Sie sich noch, als Sie das erste Mal davon hörten, dass Jesus Muslimen in Träumen begegnet? Was haben Sie damals gedacht?

Als ich das erste Mal davon hörte, dass Jesus Muslimen in Träumen begegnet, fand ich das aufregend, faszinierend und beinahe unglaublich. Doch warum sollte das jemand erfinden? Und wenn es tatsächlich wahr wäre, hieße das, Jesus ist immer noch mit diesem absoluten Retterwillen unterwegs. So wie er es selbst ausgedrückt hat, als er sicht- und anfassbar wie jeder andere Mensch auf der Erde war. Er sagte damals: „Ich bin gekommen, zu suchen und zu finden, was verloren ist.“

 

2. Wie ist das vorliegende Buch entstanden, wie kam es dazu?

Ich habe Menschen kennengelernt, die Jesus besucht hat. Sie haben es mir erzählt – und ich habe es weitererzählt. Ganz nach dem Motto: „Stell dir vor, ich hab’ einen getroffen, der hat Jesus gesehen ...“ Ist doch der Hammer, oder? Dann habe ich die erste Geschichte für ein Weihnachtsbuch aufgeschrieben. Ein bettelarmer Mann, Analphabet, mit einem Faible für Sonnenbrillen, wird von Himmelskriegern mit goldenen Gürteln besucht – Jesus mitten unter ihnen. Das könnte er sich ausgedacht haben, doch seine Nachbarn haben die weißen Riesen auch gesehen ... Dann kam die Anfrage vom Verlag, ob ich nicht mehr solcher Geschichten hätte.

 

3. Gibt es eine Begegnung, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Wenn ich mich erinnere, wann, wo und wie ich diese Menschen gesprochen habe, fällt es mir schwer, eine ganz besondere zu nennen – für mich war jedes Treffen kostbar, ein Geschenk. Wenn ich an die Begegnungen zurückdenke, sehe ich zutiefst berührte und offene Gesichter vor mir. Sie weinen, wenn sie über Jesus sprechen. Ihre Liebe zu ihm kann ich beinahe greifen. Und ich wünsche mir: „Ich muss Jesus auch sehen, unbedingt.“

 

4. Warum spricht Jesus zu uns westlichen Christen nicht so deutlich?

Doch, Jesus spricht auch zu westlichen Menschen deutlich – ganz sicher. Aber eher nicht in einer Jesus-Vision.  Träume und Visionen zu haben wird in unserer Kultur negativ bewertet. Mein Mann zitiert immer wieder gerne Altbundeskanzler Helmut Schmidt: „Wer Träume und Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“

In der muslimischen Welt, im Nahen Osten und in Afrika werden spirituelle Träume und Visionen als Ehre angesehen. Jedem dort ist irgendwie klar, dass Gott so reden kann.

 

5. Was wünschen Sie sich, dass die Leser aus Ihrem Buch mitnehmen?

Ich wünsche mir, dass sie beim Lesen mit offenem Herzen zuhören. Dass sie die Geschichten nicht als seltsame Erlebnisse fremder Menschen abtun, sondern ihre eigene Geschichte dadurch besser sehen und verstehen und gerade darin Jesus sehen und hören. Und seine Liebe unvergesslich in ihr Leben tritt.

Als zweites darf ich sie mitnehmen in die Denk- und Lebensweise von Menschen, deren Welt durch den Islam geprägt ist. Das weitet den Blick und hilft beim Verstehen.

In Europa war uns der Islam lange Zeit egal, oder wir fanden seine Kultur schillernd. Inzwischen wächst die Angst vor dem Islam. Wir haben Kriege und Attentate vor Augen, die zumindest teilweise von der islamischen Religion motiviert sind. Immer wenn Schreckliches passiert, fragen wir: „Wo ist eigentlich Gott?“ Mein Buch erzählt, wo Gott ist. Es sind Geschichten, die nicht in den Nachrichten kommen und nichtsdestotrotz die Welt verändern und deshalb unbedingt gehört werden müssen. Sie vertreiben die Angst und machen Hoffnung. Das brauchen wir dringend.

 

6. Haben Sie einen Tipp, wie wir Muslimen im Alltag besser begegnen können?

Lieben Sie sie. Und tun Sie alles, von dem Sie wissen, dass es die Liebe tun würde.

 

7. Mal weg vom Buch – was machen Sie privat? Haben Sie Hobbys? Engagieren Sie sich in einer Gemeinde?

Ich liebe Geschichten. Deshalb lese, reise und fotografiere ich sehr gerne – auf diese Weise erfahre ich viel von Gott und der Welt. Dann male und arbeite ich als Künstlerin (www. christianeratz.de), leite mit meinem Mann einen Hauskreis, erzähle Kindern im Kindergottesdienst Geschichten oder mache Interviews für unseren Gemeindebrief. Fast alles Dinge, bei denen ich Gottes Geschichten erfahre oder sie so anderen zeigen möchte.

Mein Mann und ich sind befreundet mit afrikanischen Christen, die in einem muslimischen Land eine Radio- und Fernsehstation aufbauen. Durch unsere Freundschaft, Besuche, Seminare und vieles mehr, versuchen wir sie zu ermutigen und bekommen immer wieder hautnah mit, wie fantastisch Gott arbeitet.

 Danke für das Interview!

 

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Der Brendow Verlag auf der Buchmesse in Frankfurt 

Besuchen Sie uns auf der Buchmesse in Frankfurt. Sie finden uns in Halle 3.1, Stand 131, am Gemeinschaftsstand der Vereinigung evangelischer Buchhändler. Bei einem Kaffee können Sie sich über Neuerscheinungen informieren und natürlich Lob/Kritik loswerden. 

 

Wir freuen uns auf Sie!

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Tourdaten „Ein Abend mit Adrian Plass“ 2017 

 

Freitag, den 3. November 2017 in Elmshorn

Kirchengemeinde

„Zum Guten Hirten“

Uhlenhorst 15

35335 Elmshorn

 

Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: VVK € 9,00/€ 5,00 (bis 16 Jahre), AK € 13,00/€ 8,00 (bis 16 Jahre)

Vorverkauf: buero@guter-hirte-elmshorn.de

www.guter-hirte.de

 

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Samstag, den 4. November 2017 in Remscheid

KULTSHOCK

Stockder Str. 142 - 148

42857 Remscheid

 

Beginn: 20:15 Uhr / Einlass: 19:30 Uhr

Vorverkauf: 10,00 €  (www.kultshop.de)

Abendkasse: 13,00 €

 

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Sonntag, den 5. November 2017 in Murr

 

Bürger- und Rathaus Murr, Bürgersaal

Hindenburgstraße 60, 71711 Murr

18.00 Uhr (Einlass 17.00 Uhr)

Eintritt: 12,00 € (Vorverkauf 10,00 €)

 

Veranstalter: Christliche Kirchengemeinden in Murr (www.christen-in-murr.de)

Karten im Bürger- und Rathaus Murr, Zentraler Service

oder (für Gäste von außerhalb) via 07144 282318, plass@christen-in-murr.de

 

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Montag, den 6. November 2017 in Wetzlar

 

FeG Wetzlar
Im Amtmann 12, 35578 Wetzlar
Beginn: 19.00 Uhr / Einlass : 18.00 Uhr.
Kartenvorverkauf:

www.erf.de/events oder Tel.: 06441 957 1414.

Ticketpreis: 10,- €.
Veranstalter: ERF Medien e.V.

 

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Donnerstag, den 9. November 2017 in Walldorf

 

Freie evang. Gemeinde Wiesloch-Walldorf
Gemeindezentrum: Bunsenstr. 1, 69190 Walldorf

Details folgen!

www.feg-wiwa.de

 





 

 

 

 

 

"Der Einfluss des Übersetzers ist kaum zu überschätzen!"
Interview mit Hauck-Übersetzerin Anja Lerz

 

 

 

 

Liebe Anja, gerade hast du den neuesten Roman von Rachel Hauck übersetzt: "Ich wünsche mir ... einen Prinzen". Das ist ja schon eine sehr emotionale Geschichte. Nimmt man sowas beim Übersetzen eigentlich noch wahr oder arbeitet man so einen Text einfach ab?

Ich nehme das in den einzelnen Szenen wahr, ja. Unabhängig vom großen Ganzen des Romans hat ja jede Szene ihre eigene Atmosphäre, die übersetzt sein will. Wenn man eine Beschreibung rein wörtlich übersetzt, kann man damit jede Stimmung vermiesen. Also frage ich mich nicht nur, was da steht, sondern wie sich das anfühlt, was passiert. Einfühlungsvermögen und Fantasie sind gefragt. Insofern ist Abarbeiten nicht drin. Wenn ich so richtig im „Flow“ bin – dann lesen die Augen das Englische und die Finger tippen den deutschen Text …

 

Welche Figur oder Szene hat dir besonders gefallen? Warum?

Ich mag Avery Truitt. Ich finde, sie ist eine unglaublich sympathische Hauptfigur. Das haben aber alle „Heldinnen“ der Brighton-Romane von Rachel Hauck gemeinsam – herrlich unvollkommene, aber eigenwillige, lebenstüchtige und starke Frauen, die an ihrem „Märchen“ durchaus mitschreiben und nicht passiv auf den Prinzen warten. Averys Rolle hat sich dabei in „Es war einmal ein Prinz“ so stark ins Herz und ins Gedächtnis der Leserinnen eingeprägt, dass sie nun tatsächlich ihre eigene Geschichte bekommen hat.

 

Du hast ja schon einige Liebesromane übersetzt. Gibt es etwas, das dieses Projekt von anderen unterscheidet?

Es ist deutlich kürzer (lacht). Und wie gesagt: Zwei Nebenfiguren aus einem vorigen Roman, Avery und Colin, bekommen ihre eigene Geschichte. Da muss man auch als Übersetzerin aufpassen, dass man den beiden nicht neue, andere Stimmen gibt, sie nicht „aus der Rolle“ fallen.

 

Stimmt es, dass jede Autorin ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt, wenn man sie übersetzt? Was ist das Besondere am Stil von Rachel Hauck?

Rachel benutzt viele starke Sprachbilder. Die klingen im Englischen manchmal ganz anders als im Deutschen. Hier schöne Entsprechungen zu finden, die ebenso feinfühlig die Stimmung und die Situation treffen, ist schon eine Herausforderung.

 

Man hat beim Lesen ja immer den Eindruck, dass die Übersetzung „nur“ den Originaltext überträgt, der Übersetzer also keinen wirklichen Einfluss hat. Stimmt das? Wie groß ist der Einfluss des Übersetzers auf die Sprache eines Romans?

Der Einfluss ist, glaube ich, kaum zu überschätzen. Das kann jeder gerne ausprobieren, indem man einen beliebigen Text von einer beliebigen Internetübersetzungsseite ein paar Mal hin- und zurück übersetzen lässt … Es geht aber längst nicht nur darum, einen ordentlichen englischen Satz in einen ordentlichen deutschen Satz zu übertragen. Gerade bei erzählenden Texten geht es immer auch um Rhythmus, Sprachgefühl und, besonders bei humorvollen Texten, Timing. Wenn die Pointe nicht sitzt, weil das Verb an der falschen Stelle steht, lacht keiner. Wenn eine romantische Szene durch eine unfreiwillig komische Beschreibung ins Lächerliche gezogen wird, ist die Luft raus. Wenn also Rezensentinnen bei an und für sich „unkomplizierter“ Unterhaltungsliteratur den „flüssigen Schreibstil“ loben, freue ich mich. Das war ich (lacht).

 

Du sitzt ja gerade schon am nächsten Projekt. Was wird es werden?

Diesmal ist es ein Roman von Denise Hunter. Wieder geht es um eine Liebesgeschichte, aber diesmal ist die Grundstimmung eine ganz andere, auch die Figuren sind „anders gestrickt“. Es geht durchaus wieder um Liebe und Romantik. Aber darüber hinaus spielen auch der persönliche Hintergrund der Hauptfiguren, ihre Geschichte und ihre Art, das Leben zu meistern, eine große Rolle.  


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Am 21.06.2017 hat unser Autor Andreas Malessa sein neues Buch in Berlin vorgestellt: "Als Christ die AfD unterstützen?" Mit dabei war der Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, der besonders Malessas Art, an das Thema heranzugehen, lobte: "Das ist kein AfD-Bashing. Es geht darum, Leuten, die in einem Findungsprozess sind, Orientierung zu geben."

Das Buch ist im Mai in unserem Verlag erschienen!

 

Malessa AfD Berlin 1

Malessa AfD Berlin 2


 

Vor kurzem haben wir, gemeinsam mit den Herausgebern Frank Heinrich und Uwe Heimwoski, unser Buch "Der verdrängte Skandal - Menschenhandel in Deutschland" stellvertretend an Vertreter aller Fraktionen des Bundestages übergeben. Heute hat es jeder Abgeordnete im Postfach.

Damit aus dem "verdrängten" Skandal zunächst ein "bekannter" Skandal wird - und dann gar keiner mehr!

Der verdrängte Skandal_Übergabe_Bild1

Der verdrängte Skandal_Übergabe_Bild2

 

 

Brendow.Publishing

Immer mal wieder kommt es vor, dass wir im Brendow-Verlag Bücher im Auftrag von Autoren, Vereinen oder sonstigen Institutionen  herstellen. So erschien vor kurzem etwa der Titel „Meine Stadt schreibt ein Buch“ der Stadt Moers[1] (mittlerweile bereits vergriffen), und im Herbst 2016 „Möge deine Reise lang sein“ – die Geschichte einer Griechin, die in Deutschland Fuß fasst und sich, trotz aller Schwierigkeiten, erfolgreich ein neues Leben aufbaut.   

Nun haben wir beschlossen, diese Dienstleistung öffentlich zu machen und allen denjenigen anzubieten, die ihre Bücher in einem professionellen Umfeld veröffentlichen wollen. Dafür haben wir den Verlagsservice „Brendow.Publishing“ gegründet.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf unserer neu gestalteten Homepage:
http://publishing.brendow.de

Ihr Team von Brendow



[1]

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moers/85-mal-moers-in-texten-und-bildern-aid-1.4702139